Reframe des Trump

Die Bedeutung von genialer Sprache.
Stil und Umgangsformen in Zeiten sprachlicher Verwahrlosung.

- Frau Wehling, warum ist Sprache so wichtig?
- Elisabeth Wehling: Weil Sprache in unseren Köpfen sogenannte Frames aktiviert.

Das sind gedankliche Deutungsrahmen, die weitreichende Schlussfolgerungen über eine Sache oder Situation implizieren. Das Wort „Telefon“ etwa aktiviert automatisch Assoziationen wie wählen, tuten oder reden, dazu ein prototypisches Bild eines Telefons. Diese Assoziationen laufen automatisch ab, ganz unbewusst. Ohne Frames können wir nicht denken.

weiterlesen »

Autor


Elisabeth Wehling, geboren 1981 in Hamburg, ist promovierte Linguistin an der University of California, Berkeley.

Ihr Schwerpunkt ist die politische Werte-, Sprach- und Kognitionsforschung. Ihr jüngstes Buch: „Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet und daraus Politik macht“

 

Freigeist und Maschine

Danny MacAskill ist ein Radartist und verdient mit YouTube-Videos Millionen, Julian Reus ist der schnellste deutsche 100-Meter-Läufer und verzweifelt bei der Sponsorensuche. Zwei Biografien, in denen sich die neue und die alte Sportwelt spiegeln.

Das Training von Danny MacAskill beginnt um 21 Uhr, wenn es dunkel wird in Glasgow und er auf den Straßen nicht mehr erkannt wird. Er setzt sich den blau-silbernen Helm auf den Kopf, auf der Seite klebt das Logo seines Sponsors.

MacAskill muss den Helm immer tragen, sobald er auf ein Fahrrad steigt. So steht es in seinem Vertrag. Er drückt sich Kopfhörer auf die Ohren, beim Training hört er Heavy Metal, dann setzt er sich auf sein Rad und fährt los. Er übt in einem Amphitheater, auf Mauern, Stufen und Geländern, manchmal trainiert er auch im Glasgower Hafen, auf einem 53 Meter hohen Kran, der früher Lokomotiven auf Frachtschiffe hievte.

"Ich lasse mich treiben, ohne Zwang, ohne Ziel", sagt MacAskill. weiterlesen »

Autor


Lukas Eberle
Der Spiegel Nr. 32 / 1.8.2015 Seite 104-106
spiegel.de/sp322015macaskill

 

SPIEGEL-Gespräch

mit Jaron Lanier

Lanier, 54, gehört zu den Pionieren der digitalen Kultur. Schon als Teenager belegte er Universitätsseminare in Mathematik, er begeisterte sich früh für die virtuelle Realität und arbeitete Anfang der Achtzigerjahre für die Firma Atari, die die ersten Videospiele auf den Markt gebracht hatte. Für ein Start-up-Unternehmen ersann er Konzepte für Datenbrillen, die später eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Google Glass spielten. Die Bücher "Gadget. Warum die Zukunft uns noch braucht" (2010) und "Wem gehört die Zukunft?" (2013) gehören zu den wichtigsten internetkritischen Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Im Oktober wird Lanier den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen.

SPIEGEL: Herr Lanier, was ist schiefgegangen mit dem Internet?
Lanier: Das Internet an sich ist nicht das Problem. Das Problem sind einige frühere Entscheidungen, die das Internet bis heute prägen.

SPIEGEL: Welche?
Lanier: Als der Physiker Tim Berners-Lee vor 25 Jahren das World Wide Web, also das Internet in seiner gegenwärtigen Gestalt, erfand, entwickelte er eine Technik, die Websites miteinander zu verbinden, dies allerdings nur mit One-Way-Links. Das funktioniert einfach und schnel, hat aber einen Nachteil: Man kann nicht erkennen, wohin die Informationen gehen und was damit geschieht.

SPIEGEL: Mit welchen Folgen?
Lanier: Dass derjenige mit dem größten Computer die meisten Informationen sammeln kann und so die meiste Macht hat. weiterlesen »

Autor


Der amerikanische Informatiker Jaron Lanier gilt als Guru des Cyberspace. Er ist einer der schärfsten Kritiker des digitalen Kapitalismus und dessen allmächtiger Monopole.

DER SPIEGEL, Nr. 27, 30.06.2014, Seite 120 bis 123.
Das Gespräch führte der Redakteur Georg Diez.

Jaron Lanier "Wem gehört die Zukunft?". Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg; 480 Seiten; 24,99 Euro.

 

Langzeitstudie über unangepasstes Denken

Sir Ken Robinson

Vor Kurzem wurde eine großartige Studie über unangepasstes Denken vorgestellt. Unangepasstes Denken ist nicht dasselbe wie Kreativität. Aber es ist eine sehr wichtige Voraussetzung für Kreativität. Es ist die Fähigkeit, viele mögliche Antworten auf eine Frage zu sehen. Viele Arten, eine Frage zu interpretieren und die Fähigkeit, nicht nur linerar oder eindimensional zu denken. Der Test untersuchte 1500 Personen. Das Testprotokoll sah vor: Ab einer gewissen Punktezahl galt man als Genie im unkonventionellen Denken.

Wie viele der 1.500 Testpersonen erreichten das Niveau eines Genies im unkonventionellen Denken?

Alter: 3-5 Jahre. 98% erreichen das Level genial.
Es war eine Langzeitstudie. Man testete dieselben Kinder fünf Jahre später. Im Alter von 8-10.

Alter: 8-10 Jahre. 32% erreichen das Level genial.
Man testete dieselben Kinder fünf Jahre später. Im Alter von 13-15.

Alter: 13-15 Jahre. 10% erreichen das Level genial.
Man testete 200.000 Erwachsene ab 25 Jahren, nur zur Kontrolle.

Alter: 25+ Jahre. 2% erreichen das Level genial.

Das zeigt zwei Dinge. Erstens: Wir alle haben diese Fähigkeit. Zweitens: Meistens verkümmert sie. Viel ist mit den Kindern passiert, als sie heranwuchsen. Eines der wichtigsten Dinge, davon bin ich überzeugt, ist, dass sie ausgebildet wurden. Sie gingen zehn Jahre zur Schule, wo man ihnen sagte, es gäbe nur EINE Antwort. Nicht, dass die Lehrer das so wollen, aber es passiert eben auf diese Weise. Es liegt im Selbstverständnis des Bildungssystems.

Autor


Sir Ken Robinson, siehe dazu auch: ALPHABET, der Film von Erwin Wagenhofer

 

Bildung braucht Gastlichkeitvon

Marianne Gronemeyer

Den größten Teil dessen, was wir wissen, haben wir alle außerhalb der Schule gelernt. Schüler lernen das meiste ohne ihre Lehrer und häufig trotz dieser. (…) Wie man leben kann, lernt jeder außerhalb der Schule. Wir lernen sprechen, denken, lieben, fühlen, spielen, fluchen, politisieren und arbeiten, ohne dass ein Lehrer einen Anteil daran hätte. Die Schule lehrt uns, dass Unterricht Lernen produziere ..., dass wertvolles Lernen das Ergebnis von Schulbesuch sei... und dass sich dieser Wert schließlich durch Zensur und Zeugnis messen und nachweisen lasse.

Tatsächlich ist Lernen diejenige menschliche Tätigkeit, die am wenigsten der Manipulation durch andere bedarf. Das meiste Lernen ist nicht das Ergebnis von Unterweisung. Es ist vielmehr das Ergebnis unbehinderter Interaktion in sinnvoller Umgebung. Die meisten Menschen lernen am besten, wenn sie dabei sind. weiterlesen »

Zur Person der Autorin

Marianne Gronemeyer geb. 1941 in Hamburg. Acht Jahre Lehrerin an der Haupt- und Realschule. Zweitstudium der Sozialwissenschaften an den Universitäten Hamburg, Mainz und Bochum. Dissertation: Motivation und politisches Handeln, (Hamburg 1976). Von 1971 bis 1980 Friedensforschung an der Universität Bochum im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung. Von 1987 bis 2006 Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Wiesbaden. 2011 erhielt Marianne Gronemeyer den Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung.

 
Jörn Kreische

NLP-Modelle

Fluff & Facts

Autoren: Jörn Kreische, Martina Schmidt-Tanger
Broschiert: 121 Seiten
Verlag: Vak-Verlag
Auflage: 4. A. (Dez. 2005)
ISBN-10: 3924077975
ISBN-13: 978-3924077976
Größe: 29,6 x 21 x 1 cm
Preis: 17,50 €
Bestellen: Buchshop
Leseprobe: NLP Buch

Kurzbeschreibung
In diesem Ausbildungsbegleitbuch ist jedem der grundlegenden NLP-Konzepte ein eigenes Kapitel gewidmet. Klare Durchführungshinweise, Übungsanleitungen für Kleingruppen und Selbstexperimente erleichtern das Nachvollziehen. Witzige Zeichnungen vermitteln die NLP-Ideen nonverbal.

Der Autor über sein Buch
NLP für Einsteiger, Das pfiffige Basisbuch
Der Leser/die Leserin soll schnell und sicher die wichtigsten Aussagen des NLPs und seiner wirksamsten Modelle nachvollziehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Einstiegsbüchern haben wir Wert auf "Lust" beim Lesen und Durcharbeiten gelegt. Deshalb ist das Buch witzig, kreativ und mit zahlreichen Illustrationen sehr ansprechend und einladend gemacht. Auch für NLP-Kundige eine pfiffige Bereicherung. Ein schönes und unkonventionelles Buch zum Verschenken. Das Buch ist die Seminarunterlage des 18-tägigen NLP-Practitioner-Einstiegskurs. Viel Spaß beim Lesen.

Mein Geschenk:

Das Buch kann auch direkt von mir kostenlos zugesandt werden! Einfach 1 € auf einen an Sie / Dich adressierten DIN A 4 Umschlag kleben, als Büchersendung deklarieren und mir zusenden

Jörn Kreische
Pastoratstr. 10
47506 Neukirchen-Vluyn

 
Jörn Kreische

DVNLP Verbands-Guide

Der offizielle Verbands-Guide

Autoren: Deutscher Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren e.V. - DVNLP e.V.
Broschiert: 50 Seiten
Auflage: 25.000
Größe: 29,6 x 21 x 1 cm
Leseprobe: DVNLP Verbandsguide

Kurzbeschreibung
Erfahren Sie in dieser Broschüre Näheres über das NLP, eines der faszinierenden Kommunikations- und Therapiemodelle unserer Tage. Das Wissen der Menschheit verdoppelt sich in immer kürzen Abständen, der technische Fortschritt erfasst sämtliche Lebensbereiche, fast täglich gibt es in allen wissenschaftlichen Disziplinen bahnbrechende Erkenntnisse. Um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten, brauchen wir neue und auch bewährte Wege, unsere Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Mein Geschenk:

Das Buch kann auch direkt von mir kostenlos zugesandt werden! Einfach 1 € auf einen an Sie / Dich adressierten DIN A 4 Umschlag kleben, als Büchersendung deklarieren und mir zusenden

Jörn Kreische
Pastoratstr. 10
47506 Neukirchen-Vluyn

 
Toolbar